Abwicklungsvertrag

Die Begriffe Abwicklungsvertrag und Aufhebungsvertrag werden gerne verwechselt, vertauscht oder für gleichwertig angesehen. Dem ist jedoch nicht so.

Natürlich kann man im Rahmen eines Aufhebungsvertrags auch gleich eine Abwicklungsvereinbarung integrieren und oftmals decken sich die Inhalte beider auch.

Aber: Einer Abwicklungsvereinbarung geht eigentlich eine Kündigung voraus, egal ob arbeitnehmer- oder arbeitgeberseits. Die Abwicklungsvereinbarung dient dann – wie es der Begriff schon sagt – der reinen Abwicklung der restlichen Beschäftigungszeit bis zur tatsächlichen und rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es werden typischerweise Regelungen zur Übergabe von laufenden Aufgaben und Prozessen an einen Nachfolger oder Ersatzmann, die Gewährung von Rest-Urlaub und Überstunden oder deren Abgeltung vereinbart; ferner wird sich darauf verständigt, ob eine Freistellung erfolgt, bis wann Diensthandy oder Dienstwagen noch genutzt werden dürfen usw.. Unter Umständen einigt man sich auch auf eine Abfindung.