Achtung Mütter: Der Mutterschutz wird reformiert – spätestens ab 01.01.2018 greifen alle neuen Regelungen!

Der Bundesrat hat der Reform des Mutterschutzgesetzes am 12.05.2017 zugestimmt.

Ziel: Flexiblere Gestaltung des Mutterschutzes!

Was ändert sich alles? Das Wichtigste im Überblick:

 

  1. Mutterschutz künftig auch für Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen. Studentinnen können für verpflichtende Veranstaltungen, Prüfungen oder Praktika bspw. Ausnahmen beantragen, ohne deswegen Nachteile zu erleiden.
  2. Arbeitsverbote gegen den Willen einer Frau sind künftig nicht mehr möglich. Stattdessen sollen ihre Arbeitsplätze umgestaltet werden, um Gesundheitsgefährdungen auszuschließend.
  3. Möglichkeit für freiwillige Sonntagsarbeit wird erweitert. Für die Arbeitszeiten zwischen 20 Uhr und 22 Uhr gilt künftig ein behördliches Genehmigungsverfahren. Die noch geltenden Regelungen finden sich in § 8 MuSchG.
  4. Die Schutzfrist für Frauen nach der Geburt eines behinderten Kindes wird um 4 Wochen verlängert und beträgt zukünftig 12 Wochen. Der 12-Wochen-Zeitraum gilt bislang nur für Früh- und Mehrlingsgeburten (§ 6 MuSchG).  Die Verlängerung des Mutterschutzes auf 12 Wochen bei Geburt eines behinderten Kindes greift bereits am Tag nach der Verkündung des Gesetzes!

Übrigens: Es ist die erste Reform dieses Gesetzes seit 65 (!) Jahren.